Am Samstag Jubiläum in Mainz: Tierschützer aus ganz Deutschland geben den Tieren ihre Stimme
80. bundesweite Demonstration »Natur ohne Jagd«
»Schafft die Jagd ab!« Am 7. Juni gehen mehrere hundert Tier-
und Naturschützer aus ganz Deutschland in Mainz für eine Natur ohne
Jagd auf die Straße – zum 80. Mal in Folge. »Die Zeiten
sollten vorbei sein, in denen `Jäger aus Kurpfalz´ das Wild schießen
dürfen, wie es ihnen gefällt!«, so Kurt Eicher, Biologe und
Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. »Es vergeht derzeit
keine Woche, in der nicht ein Jagd-Skandal in Rheinland-Pfalz öffentlich
gemacht wird«, so Eicher weiter. »`Gar lustig ist die Jägerei´
- wie es im Lied `Ein Jäger aus Kurpfalz´ heißt - allenfalls
für die Jäger. Für die Tiere ist die Jagd grausame Quälerei!«
Auch die Mehrheit der Deutschen findet die Jagd gar nicht lustig, wie repräsentative
Umfragen der letzten Jahre immer wieder eindrücklich belegen.
Um den Ruf nach einem tierfreundlichen Landesjagdgesetz nachdrücklich
zu unterstützen, findet die 80. bundesweite Anti-Jagd-Demo in der rheinland-pfälzischen
Hauptstadt statt - mit Vertretern von über 20 Tier- und Naturschutzorganisationen
aus allen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Ausland. Start ist um 12
Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, die Kundgebung beginnt um 13 Uhr auf dem Neubrunnenplatz.
»Die Behauptung der Jäger, Jagd wäre notwendig, um die Tierbestände zu regulieren, sind wissenschaftlich längst widerlegt«, so der Biologe Kurt Eicher. Dies belegen auch die Erfahrungen in unbejagten Gebieten Europas: hier sind Tiere und Natur im Gleichgewicht.
Trotzdem werden in Deutschland jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere erschossen,
erschlagen oder in Fallen grausam getötet: Alle 6 Sekunden stirbt ein
Tier durch Jägerhand.
»In ihren Jagdzeitschriften geben die Jäger offen zu, dass es bei
der Jagd um die `Lust am Töten´ und `die Freude am Beute machen´
geht«, so Eicher weiter. »Opfer der Jäger werden nicht nur
Wildtiere, sondern auch Haustiere: ca. 300.000 Hauskatzen und ca. 40.000 Hunde
jedes Jahr.«
Und was dies meisten Menschen nicht wissen: Jedes Jahr sterben alleine in
Deutschland etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Opfer
werden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die
Kinder von Jägern, Spaziergänger, Mountainbiker, Bärlauchsammler
oder spielende Kinder. Dies dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der
Jagd seit vielen Jahren auf ihrer Internetseite www.abschaffung-der-jagd.de
.
Die große Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber, immer mehr Bürger fordern die Abschaffung der Jagd. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger treten in repräsentativen Umfragen für ein Verbot der Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport (Hobbyjagd), für eine Begrenzung der Jagd zugunsten des Tierschutzes, für ein Verbot der Jagd auf Zugvögel, für ein Verbot des Haustierabschusses, für ein Verbot von Totschlagfallen sowie für eine Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften ein: jeder Grundeigentümer soll selbst entscheiden dürfen, ob Jäger auf seinem eigenen Grundstück Tiere tot geschossen werden dürfen oder nicht. (Quellen: GEWIS-Institut 1996; GEWIS-Insitut 2002; EMNID-Institut 2003, EMNID-Institut 2004)
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Sa., 7. Juni 2008:
80. bundesweite Demonstration »Natur ohne Jagd« in Mainz
Forderung an die Landesregierung von Rheinland-Pfalz: Novellierung des Landesjagdgesetzes
Treffpunkt:
12 Uhr vor dem Mainzer Hauptbahnhof, Vorplatz
Demonstrationszug durch die Mainzer Innenstadt
ab 13
Uhr: Große Kundgebung auf Neubrunnenplatz
- mit Vertretern von über 20 Tier- und Naturschutzorganisationen
- Performance
- Informationsstände
- kostenlose vegetarische Verpflegung für alle Teilnehmer
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Aktionsbündnis
„Natur ohne Jagd“ - Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
Tel. 07131/481263
mobil: 0175-1475083
e-mail: info@abschaffung-der-jagd.de
www.abschaffung-der-jagd.de
www.anti-jagd-demo.de
www.zwangsbejagung-ade.de