
Artikel vom Donnerstag 13.03.2008 aus SÜDWEST AKTIV
>>> NWZ - Neue Württembergische Zeitung / <<<
Auch Hunde fressen gern mal Nudeln
Das
tausendste Mitglied begrüßte die Tierherberge Donzdorf: Es ist
der
Nudelfabrikant Franz Tress aus Münsingen.
URSULA RESCH
Donzdorf
Dem
1000. Mitglied wurde ein besonderer Empfang zuteil: Die Schirmherrin der
Tierherberge, Prinzessin Eugenia von Hohenzollern-Emden-Sautter, begrüßte
den Tierfreund und Nudelfabrikanten Franz Tress aus Münsingen persönlich.
Tausend
Mitglieder zu haben, ist für einen Verein etwas Besonderes. Wenn
dieses Mitglied dann auch noch ein angesehener Geschäftsmann mit viel
Herz
für Tiere ist, ist es einen Kaffeenachmittag samt Rundgang in der
Tierherberge allemal wert. So stand neben den Vorsitzenden des Vereins
Tierherberge Donzdorf/Tierhort Deggingen, Martina Heinzmann und Michael
Janovich, auch Prinzessin Eugenia bereit, um Franz Tress zu begrüßen.
Dessen Ex-Frau Barbara Tress gehört schon längere Zeit dem Verein
an und
managt im Hintergrund die organisatorischen Belange mit. Da er sich mit
seiner ehemaligen Frau noch immer bestens versteht und auch die
"tierischen" Interessen auf einer Wellenlänge liegen, war er
gerne bereit,
dem Verein beizutreten und zu unterstützen, schließlich "fressen
Hunde
auch Nudeln" wie Tress herzhaft lacht. Tatsächlich werden Nudeln
als
kleine Abwechslung neben dem normalen Tierfutter gerne gereicht, bestätigt
Martina Heinzmann. Wie schafft es die Tierherberge neben "normalen"
Mitgliedern so prominente Zeitgenossen wie Sängerin Joy Fleming,
Geschäftsleute wie Franz Tress oder Adelige wie Eugenia von Hohenzollern
als Mitglieder und Förderer zu gewinnen? Franz Tress - der schon immer
Tiere besaß und in der Landwirtschaft aufwuchs - begründet dies
damit,
dass ihn das familiäre und auf Tierschutz ausgelegte Konzept der
Tierherberge einfach überzeugt habe. Auch Eugenia von Hohenzollern -
die
per Zufall über das Internet auf den Verein gestoßen ist - fühlte
sich
dort gut aufgehoben. "Keine Zwingerhaltung und das freie Konzept sowie
der
regionale und grenzüberschreitende Tierschutz als Ganzes" habe sie
für die
Schirmherrschaft überzeugt. Man setze sich hier mit Tierschutz - auch
im
Nutztierbereich - ganz anders auseinander, sagt sie.
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